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Regionaler Onlinejournalismus Oberpfalznetz

Regionaler Onlinejournalismus Oberpfalznetz

Einer der spannenden Aspekte am Onlinejournalismus ist, das wir Journalisten uns dort mit sehr vielfältigen Darstellungsformen ausleben können. Wenn Geschichten nicht mehr nach Format gedacht werden (Zeitungsartikel = Text + Foto), ergeben sich ganz neue Möglichkeiten.

Mit diesen Möglichkeiten experimentieren wir auch im Oberpfalznetz, dem Internetauftritt des Medienhauses “Der neue Tag”. Vor rund einem Jahr wurde die Online-Redaktion personell aufgestockt und seitdem wird experimentiert, wird die Seite umgebaut und aufgeräumt und holen wir aus dem technischen System hinter der Seite das raus, was derzeit geht. Schön geht anders, so ehrlich müssen wir sein und sind wir auch. Nur so viel: Wir arbeiten auch daran.

Inzwischen jedenfalls ist durch viel Ausprobieren, das Einbinden unserer knapp 20.000 Fans umfassenden Oberpfalznetz-Community bei Facebook (vor einem Jahr waren es weniger als 7.000) und die Einführung von neuen Tools eine Zahl und Qualität von Beiträgen entstanden, die sich glaube ich im Bereich Regionalzeitung durchaus sehen lassen kann. Wir müssen noch viel tun, wir werden auch noch viel tun, aber innerhalb eines Jahres haben wir auch schon viel getan. Eine Auswahl.

Mich würden solche Listen auch von anderen regionalen Redaktionen interessieren: Woran 
arbeitet ihr, was habt ihr für sehenswerte Beiträge gemacht, welche Tools haben dabei ge-
holfen? Ich bin sicher, es gibt noch viel Spannendes zu entdecken. Liebe Kollegen: 
Zeigt doch mal!

“Scrollytelling” & Einbindung der Facebook-Community

Diese drei Geschichten sind gleichzeitig wunderbare Beispiele für die Einbindung unserer Community. Die Beiträge über Tattoos und verlasene Orte wären ohne die zahlreichen Beiträge und Fotos unserer “Fans” überhaupt nicht möglich gewesen. Die Resonanz war so groß, dass wir beide Beiträge mehrfach nachträglich erweitert haben. Und die Fotos sind in beiden Beiträgen absolute Hingucker!

Weiteres Beispiel für die Einbindung unserer User:

Videos in regionalen Beiträgen

Themenaufbereitung mit Daten und Karten

Chronik zu einem lokalen Thema

Ganz neu ausprobiert haben wir das Format Chronik, also die visuelle Aufbereitung der chronologischen Entwicklung eines Themas. Im Lokalen gibt es sehr viele Themen, die sich über Jahre hinziehen. Aus Platzgründen ist es in der Zeitung irgendwann nicht mehr möglich, die aktuelle Entwicklung in den Gesamtkonzept einzubinden, die Zusammenhänge in vollem Umfang zu erklären. Das Thema wird zu Bruchstücken, wer neu einsteigt, kommt vielleicht nicht mehr mit. Online kann man immerhin noch verlinken oder Dossiers erstellen, aber auch das geschieht häufig nicht, weil es aufwändig ist. Hier kann eine Chronik hilfreich sein.

Diese Chronik haben wir mit einem vorgefertigten html-Code erstellt. Das macht die Gestaltung sehr flexibel, ist aber auch eine aufwändige “Frickelei”. Wir wollen weitere Chroniken erstellen und werden dann ein anderes Tool testen.

Diese Beiträge stammen aus unserer Rubrik “Die Online-Story”. Mehr Online-Storys gibt es hier.

An dieser Stelle erinnere ich noch einmal dezent an den Aufruf von oben. ;)

Krautreporter

Krautreporter

Knapp acht Monate bin ich jetzt im Medienhaus “Der neue Tag” und gefühlt werde ich ein, zwei Mal blinzeln und dann ist schon ein Jahr vorbei. Und es war ein schönes Jahr, denn ich arbeite in einem wunderbaren Team, das sich ausprobieren darf und soll – so muss das!

Eine Sache, die wir im Oberpfalznetz, dem Internetauftritt des Medienhauses, jetzt ausprobieren: Wir binden an prominenter Stelle auf unserer Startseite ein Widget ein, von dem aus unsere Leser die Krautreporter lesen können. Weil wir ein solch spannendes Projekt nicht nur privat unterstützen möchten und weil wir uns bewusst sind, was unsere Stärke ist: unsere Region nämlich. Was darüber hinaus geht, können andere besser. Schon 2007 schrieb Jeff Jarvis: “Do what you can do best. Link to the rest.” Das gilt bis heute, und das nehmen wir ernst.

Mehr Infos dazu im Oberpfalznetz.

Wir sind, soweit wir wissen, das erste Medienhaus, das die Krautreporter einbindet und verlinkt. Wie es sich gehört, wollen wir nicht nur etwas Neues und wie wir finden Schönes machen, sondern es auch teilen: Das Widget steht für alle zur Verfügung, dank der Agentur “quäntchen + glück”. Unter www.qundg.de/krautreporter kann man sich den Code für das Widget holen und es ins Blog oder die Website einbauen. Dauert rund drölf Sekunden. ;)

Wir freuen uns natürlich über Feedback, hier im Blog, im Blog von Christian de Vries, Leiter der Online-Redaktion, oder per E-Mail an das Online-Team vom Oberpfalznetz: redaktion@oberpfalznetz.de. Danke!

 

Anhang-aktualisieren

Bei Facebook gibt es eine neue Funktion, die es ermöglicht, einen aktualisierten Link auch im entsprechenden Facebook-Post einer Seite zu aktualisieren. Diese Funktion scheint noch nicht überall freigeschaltet zu sein, aber ich halte sie für sehr nützlich vor allem für Medien-Seiten bei Facebook.

Anhang-aktualisieren

Anwendungsbeispiel:

Bei tagesaktuellen Medien kommt es häufiger vor, dass ein Artikel aktualisiert wird. Weil Polizei oder Feuerwehr neue Infos herausgeben, weil es ein Live-Ticker ist und Überschrift und Teaser nach einer Weile auf den neuesten Stand gebracht werden, weil es statt eines Symbolfotos ein redaktionelles Foto gibt oder auch weil ein Tippfehler korrigiert werden musste. War solch ein Beitrag bisher bereits auf einer Facebook-Seite geteilt worden, stand dort dauerhaft die alte Version, weil man lediglich über “Beitrag bearbeiten” den Post-Text, nicht aber die Vorschau des verlinkten Beitrags ändern konnte. Die Nutzer bekamen also eine nicht aktuelle Vorschau angezeigt. Mit der neuen Funktion “Geteilten Anhang aktualisieren” kann man das ändern, so dass die Nutzer immer die aktuelle Version sehen können.

Was genau kann man in der Link-Vorschau aktualisieren?

Die Funktion unterscheidet sich von der Funktion “Beitrag bearbeiten”, denn die Aktualisierung bezieht sich auf das Vorschaubild, die Überschrift und den angezeigten Teaser zum Link, nicht auf den Text des Posts (=Beitrag bearbeiten). Voraussetzung ist natürlich, dass das Original auf der Website aktualisiert wurde.

Bei welchen Post-Formaten funktioniert das?

Soweit ich das überblicke und getestet habe, gibt es diese Funktion ausschließlich für Facebook-Seiten (soweit freigeschaltet), nicht für Profile. Und sie wird nur bei Link-Posts, nicht bei Fotos oder Videos angezeigt. Sie funktioniert auch bei Links, die man geteilt hat, muss aber extra angeklickt werden (siehe unten, offene Fragen).

Wo finde ich die neue Funktion?

Um die Funktion im Auswahlmenü eines Beitrag angezeigt zu bekommen, muss man auf den Direktlink zum Beitrag gehen (Zeitstempel des Beitrags klicken).

Facebook-Zeitstempel

 

Dann geht man mit der Maus oben rechts neben dem Beitrag auf den kleinen Pfeil nach unten. Im Auswahlmenü wählt man den Unterpunkt “Geteilten Anhang aktualisieren”.

Facebook-Anhang-aktualisieren

Dann “speichern”. Schon ist der Link auf der Facebook-Seite aktualisiert.

Speichern

Worauf muss ich aufpassen?

  • Wurde der Link bereits von Usern geteilt, wird auf deren Profil vermutlich die alte Version angezeigt – außer, sie aktualisieren den Anhang ebenfalls auf die oben beschriebene Art und Weise.
  • Bei einem kurzen Test funktionierte die Aktualisierung nicht bei einem beworbenen, also bezahlten, Beitrag.
  • Wenn man den Link aktualisiert, kann es sein, dass bestimmte Kommentare (zum Beispiel Hinweise auf Tippfehler) nicht mehr zur aktualisierten Version des Links passen. Gegebenenfalls sollte man die Kommentatoren auf die Aktualisierung hinweisen, in den Kommentaren oder durch einen Hinweis im Text (über “Beitrag bearbeiten”).

Ich habe diese Funktion bereits mehrfach auf der Facebook-Seite meines Arbeitgebers genutzt. Weil es aktuelle Infos und Fotos zu Unfällen gab, Zahlen von offizieller Seite korrigiert wurden oder ein Tippfehler entdeckt wurde. Ich bin sicher, dass sie auch für andere Medienseiten bei Facebook spannend ist.

Welche Vor- und Nachteile hat diese Funktion noch? Habe ich alle Fälle aufgelistet, wo sie (nicht) funktioniert oder fehlt noch etwas? Über Ergänzungen freue ich mich! :)

Social Media Management Tools

Den Überblick über mehrere Kanäle behalten, schnell auf Feedback reagieren, effizient im Team arbeiten, Hinweise von Lesern weiterleiten, Ergebnisse auswerten: Das Management von Social Media Kanälen ist für Online-Redaktionen eine Herausforderung. Tools für das Social Media Management können die Arbeit erheblich erleichtern. Für das Oberpfalznetz habe ich zusammen mit meinen Online-Kollegen fünf Tools fürs Social Media Management getestet. Hier unsere Auswertung.

Social Media Management Tools

Im Folgenden ein Überblick über die Funktionen und Konditionen von fünf Social-Media-Management-Tools: Some.io, Social Hub, Sprout Social, 247Grad Connect und Falcon Social.

Stand: August 2014. Diese Tools werden größtenteils noch weiter entwickelt und sind teilweise noch „beta“. Sicher werden mit fortschreitender Zeit daher einige Angaben nicht mehr stimmen. Hinweise dazu sind willkommen an ska@stift-und-blog.de

Some.io 

Mit Some.io lassen sich die Posts und Updates mehrerer Kanäle (Facebook, Twitter) im Team planen und programmieren. Es gibt eine Suchfunktion sowie diverse Filter, mehrere Adminrollen , Beiträge können als Entwürfe gespeichert und von anderen Team-Mitgliedern freigeschaltet werden. Planen lassen sich die Beiträge mit Hilfe eines praktischen Kalenders, der einigen anderen Tools (noch) fehlt.

Das Team kann sich dank interner Kommentarfunktion im Tool austauschen, an Posts können Bilder und Links angehängt werden und Some.io hat eine Dropbox-Anbindung (was praktisch ist, vorausgesetzt die Dropbox-Nutzung im Unternehmen ist erlaubt). Die Some.io-Server stehen in Deutschland und das Tool spuckt Statistiken aus, die beim Reporting helfen.

Hauptfeatures: Planen und Programmieren von Inhalten für Facebook und Twitter

Weitere Features: siehe Übersicht

Kostenfaktor: 30 Euro

Dafür bekommt man: beliebig viele Benutzer und Beiträge bei maximal fünf Accounts (mehr in Agenturversion; individuelle Angebote möglich)

Testzugang: 14 Tage

Social Hub

Social Hub funktioniert für Facebook- und Twitter-Kanäle und ist das unserer Meinung nach übersichtlichste Tool aus unserem Test. Alle Kommentare, User-Posts, Direktnachrichten und Mentions laufen hier als Tickets ein, die man als erledigt markieren, einem Kollegen zuweisen, per E-Mail weiterleiten (z.B. an die entsprechende Lokalredaktion), aus dem Tool heraus beantworten oder intern kommentieren kann. So behält man immer den Überblick, welche Tickets von wem erledigt worden sind, erspart sich doppelte Arbeit und sieht auf den ersten Blick, welche Facebook-Kommentare sich auf welche Seiten-Beiträge beziehen – über Facebook oder Twitter direkt ist das unmöglich. Außerdem kann man hier sehen, welcher User bisher wie mit dem Account interagiert hat, was bei vielen Fans / Followern samt Trolls sehr hilfreich sein kann. Zuschaltbar ist bei Bedarf ein Freigabeprozess und man kann verschiedene Benutzerrollen mit unterschiedlichen Rechten anlegen: Admin, Community Manager, Sichter, Reporter. Die Statistiken sind recht detailliert und wie das gesamte Tool optisch ansprechend.

Großer Vorteil: Social Hub wird nach den Wünschen von Community Managern weiterentwickelt. In der Social Hub Community wird über gewünschte Features abgestimmt und die Features mit den meisten Stimmen werden als nächstes – soweit technisch möglich – umgesetzt. In der Facebook-Gruppe zum Tool hält das Social Hub Team die Nutzer auf dem Laufenden und beantwortet Fragen zeitnah. Gehostet wird Social Hub in Deutschland nach europäischem Datenschutz-Standard. Zwei kleine Nachteile: Social Hub ist derzeit beschränkt auf Facebook und Twitter und Posts / Tweets lassen sich nicht aus Social Hub heraus programmieren.

Hauptfeatures: Community Management von Facebook- und Twitter-Kanälen in Teamarbeit

Weitere Features: siehe Übersicht

Kostenfaktor: z.B. Pro-Account für 549 Euro / Monat (weitere Preismodelle)

Dafür bekommt man: beliebig viele Facebook- und Twitter-Kanäle sowie Beiträge bei maximal sechs Benutzern (Pro-Account)

Testzugang: 30 Tage

Sprout Social

Sprout Social punktet vor allem durch drei Aspekte: Neben Facebook- und Twitter- lassen sich auch Google-Plus-Kanäle steuern, Keywords wie beispielsweise die eigene Dachmarke lassen sich überwachen („Was wird im Netz noch über meine Marke gesagt?“) und Beiträge können programmiert und in einen Kalender eingetragen werden. Es gibt umfangreiche Statistiken pro User und Kanal, eine Kontakt-History ähnlich der User-History bei Social Hub, Tasks lassen sich an Kollegen zuweisen oder per E-Mail verschicken und aus dem Tool heraus können Beiträge geliked, archiviert, beantwortet, ge-retweeted und favorisiert werden. Allerdings ist Sprout Social weniger übersichtlich (man erkennt zum Beispiel nicht gleich, zu welchem Post ein Kommentar gehört – schade!) und reagiert derzeit nicht so schnell wie Social Hub.

Hauptfeatures: Community Management und Planung von Facebook-, Twitter- und G+-Kanälen in Teamarbeit

Weitere Features: siehe Übersicht

Kostenfaktor: z.B. Deluxe-Account für 59 US-Dollar / Monat und User (weitere Preismodelle)

Dafür bekommt man: Management von bis zu zehn Profilen (Deluxe-Account)

Testzugang: 30 Tage

247Grad Connect

247Grad Connect gehört zu den Tools, die noch weiterentwickelt werden. Bislang ist es beschränkt auf Facebook- und Twitter-Kanäle, mehr Kanäle sind in Planung. Schön bei diesem Tool: Die Kanäle lassen sich nicht nur managen, sondern auch bespielen. Es gibt eine Programmierfunktion und einen Redaktionsplan. Tastaturkürzel ermöglichen eine besonders schnelle Bearbeitung und Benutzer können Sentiments und Prioritäten für eingehende Beiträge vergeben. Ab Herbst 2014 soll es möglich sein, die Kanäle statistisch auszuwerten. Im Vergleich zu den anderen Tools ist 247Grad Connect allerdings wegen recht kleinteiliger Buttons und Menüführung weniger übersichtlich und nicht so intuitiv bedienbar.

Hauptfeatures: Community Management und Planung von Facebook-, Twitter- und G+-Kanälen in Teamarbeit

Weitere Features: siehe Übersicht

Kostenfaktor: z.B. Starter-Account für 247 Euro / Monat bzw. 2470 Euro / Jahr (weitere Preismodelle)

Dafür bekommt man: Management für max. fünf Benutzer von 20 Profilen mit maximal 10.000 Tickets / Monat (Starter-Account)

Testzugang: 14 Tage

Falcon Social

Falcon Social ist das einzige Tool in dieser Liste, das mehr kann als Facebook, Twitter und Google+. Hiermit lassen sich auch YouTube- und Instagram-Kanäle managen. Es ist möglich, direkt aus dem Tool heraus zu reagieren, auch auf Fotos und Videos. Außerdem können Beiträge programmiert und anderen Team-Mitgliedern zugewiesen werden. Weitere Pluspunkte: interne Notizen, Suchfunktion, Statistiken, verschiedene Admin-Rollen, Tag-Funktion, App-Builder und ein sehr ansprechender, an Pinterest erinnernder Kalender inklusive Entwürfe für Posts.

Hauptfeatures: Community Management und Planung von Facebook-, Twitter-, YouTube-, Instagram- und G+-Kanälen in Teamarbeit

Weitere Features: siehe Übersicht

Kostenfaktor: keine festgelegten Preismodelle, wird individuell festgelegt; laut Telefonat für maximal fünf Benutzer und unsere Einsatzzwecke rund 1.000 Euro / Monat – damit wäre es das mit Abstand teuerste, aber auch umfangreichste Tool in dieser Liste

Testzugang: möglich, Dauer laut Website nicht genau festgelegt

FAZIT und unsere Entscheidung

Je nachdem, welche Features einem besonders wichtig sind und wie viele Personen für Social Media zuständig sind, wird ein anderes Tool und Preismodell passen. Uns waren beispielsweise Sentiments nicht so wichtig, eine Kalender- und eine Programmierfunktion würden wir begrüßen, aber wir brauchen sie nicht unbedingt. Wichtig war uns dagegen eine große Übersichtlichkeit und intuitive Bedienbarkeit sowie eine ausreichende Anzahl an Benutzern bei moderatem Preis.

Hat man viele Kanäle und programmiert häufig Inhalte, kann Some.io eine sehr nützliche Ergänzung zu den anderen Tools sein. Es ist das einzige Tool in dieser Reihe, das sich vollends auf die Planung und Streuung von Social Media Inhalten konzentriert. Allerdings war das funktionell nicht das, was wir gesucht haben.

Falcon Social und 247Grad Connect haben es bei uns in die Top-Auswahl geschafft und sind in unserem Ranking gleichwertig auf Platz 2 gelandet. Falcon Social ist allerdings mit Abstand das teuerste Tool und 247Grad Connect im Vergleich zu den anderen Tools, allen voran Social Hub, weniger übersichtlich. Unser Team war sich schnell einig: Social Hub gefällt uns am besten! Daher managen wir unsere Social Media Kanäle ab sofort mit Social Hub und sind gespannt, was wir damit bald noch alles anstellen können.

Habt ihr weitere Tools getestet? Weiß jemand vielleicht mehr über Engagor, das wir nicht getestet haben? Habe ich noch etwas vergessen oder haben sich Features geändert? Dann würde ich mich über einen Hinweis in den Kommentaren oder per E-Mail an ska@stift-und-blog.de freuen! 

weiden

Heute ist Jahrestag: Mein #Neustart in Regensburg ist ein Jahr her. Ein Jahr, das in meinem Leben viel verändert und mir gut getan hat. Und trotzdem wird sich jetzt noch einmal einiges verändern. Man könnte sagen: “Es bleibt alles anders, mit einer Prise ‘Back to the roots'”.

Zurück in den Journalismus

Ich kehre nach einem für mich spannenden und nützlichen Jahr im Marketing zurück in den Journalismus. Und reduziere gleichzeitig meine Selbstständigkeit auf 20% – ein Schritt, der mir nicht ganz leicht fällt. Aber manchmal kommt es eben anders als man denkt – und es ist trotzdem richtig gut! :)

Im Juli fange ich mit einer 80%-Stelle im Medienhaus Der neue Tag in Weiden in der Oberpfalz an und werde zusammen mit Christian de Vries, der dort vor drei Monaten als neuer Online-CvD angefangen hat, und den weiteren Kollegen vor Ort den Bereich Online weiter ausbauen und vorantreiben.

Ich war inzwischen einige Tage in der Zentralredaktion und werde das auch vor dem offiziellen Start meiner Stelle noch ein paar Tage sein. Keine Frage: Auf der Website des Medienhauses, dem Oberpfalznetz, gibt es richtig viel zu tun. Und ich freue mich, diesen herausfordernden Prozess so direkt und aktiv mitgestalten zu können. Pack mer’s o!

Ausblick

Bald ein täglicher Anblick: der Ausblick von der Redaktion in Weiden. Foto: cdv

 

Ich danke meinen Noch-Kollegen in Mintraching, Ägypten und Indonesien für ein lehrreiches Jahr! Ich habe viel Neues dabei gelernt, als Journalistin die “Marketingbrille” aufzusetzen und werde Euch in guter Erinnerung behalten.

Bis zu meinem Start in Weiden übe ich noch weiter das Ankommen in der Oberpfalz, denn das ist auch nach einem Jahr noch nicht ganz abgeschlossen. Auf dass die neuen Kollegen und ich uns gut verstehen! ;)

Tools-6-Piktochart

Hier folgt Teil 6 meiner Serie mit Werkzeugen für Journalisten und Blogger. Es geht unter anderem um die Überwachung von Hashtags, eine neue Suchmaschine, die Optimierung von Google-Suchergebnissen, To-Do-Apps und unser digitales Erbe.

Teil der Listen sind bekannte und weniger bekannte Tools. Viele davon nutze ich selbst, manche habe ich nur ausprobiert, wieder andere wurden mir empfohlen, ohne dass ich sie schon getestet habe.

1. Google-Suchergebnisse optimieren

Schon gewusst? Überschriften, die länger als 55 Zeichen sind, werden in den Google-Suchergebnissen nicht vollständig angezeigt. Ebenfalls Einfluss auf die angezeigte Länge des Suchergebnissen haben das Datum und die Autorenangabe, zum Beispiel mit dem kleinen Profilbild, wenn der Autor seine Seiten bei Google Plus angemeldet hat (Author Rank). Wie also sieht mein Beitrag im Google-Suchergebnis aus? Testen kann man’s mit diesem netten Tool von Torben Leuschner.

2. Suchen mit Qwant

Von der Suchmaschine Qwant habe ich bisher nur durch eine Pressemitteilung des Qwant-Pressebüros gehört. Darin heißt es:

“Qwant.com ist die erste Suchmaschine ‘Born in Europe’, die stufenweise das gesamte Web indexiert. Qwant.com bietet eine umfassende Suche, die Nutzer-Erfahrungen berücksichtigt, aber gleichzeitig die Privatsphäre des Einzelnen schützt. Alle Suchergebnisse werden auf einer Seite zusammengefasst und nach Kategorien geordnet dargestellt. Qwant.com bietet außerdem eine umfangreiche Abdeckung sämtlicher Social Media Kanäle.”

Was ich auf den ersten und zweiten Blick bestechend finde, sind die Optik und Aufteilung der Suchergebnisse sowie die Einbindung von Social Media und Videos. Hier beispielhaft die Ergebnisse zum Suchbegriff “berlin”. Außerdem muss man nicht blättern, sondern kann endlos scrollen. Qwant kommt daher wie eine Mischung aus Twitter, Facebook und Pinterest. Wer sich registriert, bekommt Zugang zu weiteren Funktionen wie Bookmarking.

Qwant, le nouveau moteur de recherche français à 360° from Qwant on Vimeo.

3. To-Do-Tool: Any.Do

Meine Krux mit To-Do-Tools und -Apps: Ich suche seit Jahren und habe noch immer nicht *das* Tool gefunden, mit dem ich wirklich zufrieden bin. Von Teletype ging es für mich über Wunderlist zu Any.Do. Letzteres habe ich durch diesen Blogpost von Daniel Rehn entdeckt und nach einem Wunderlist-Crash (nachdem alle meine Daten zunächst weg waren, der Wunderlist-Support sie aber vorbildlich gerettet hat) angefangen zu nutzen. Any.Do ist optisch minimal und sehr ansprechend und genau wie Daniel mag ich den  so genannten AnyDo-Moment (meistens jedenfalls). Aber die Einstellmöglichkeiten sind beschränkt (zum Beispiel bei sich wiederholenden Terminen, lassen sich nur mobil einstellen) und insgesamt hat diese App meiner Erfahrung nach andere, aber ähnliche viele Macken wie die anderen beiden zuvor genannten. Daher ist es meiner Meinung nach reine Geschmacksache, welches Tool man bevorzugt. Ich bin jedenfalls erst einmal bei Any.Do hängengeblieben. Mal sehen, wie lange.

Any.DO Moment from Any.DO on Vimeo.

4. 5 Hashtag-Tools zur kanalübergreifenden Überwachung von Themen

Timo Stoppacher hat bei t3n 5 Hashtag-Tools vorgestellt, mit denen sich die Sozialen Netzwerke kanalübergreifend nach Themen verfolgen lassen. Das Spannende daran: Die gelisteten Tools bieten durchaus unterschiedliche Ansätze. Mit manchen lassen sich Themen nach Hashtags sortieren und anschließend alle Beiträge dazu in die eigene Website einbetten, andere analysieren Hashtags und finden Influencer oder optimieren eigene Beiträge. Einige davon sind allerdings nur sehr eingeschränkt kostenfrei nutzbar.

5. Verwaltung des digitalen Erbes mit Tellmebye.com

Was passiert eigentlich mit unseren Social-Media-Profilen und sonstigen Daten, die wir im Netz gespeichert haben, wenn wir tot sind? Es gibt inzwischen mehrere Online-Dienste, die sich mit dieser Frage beschäftigen. Einer davon ist Tellmebye.com. Damit kann man regeln, was mit seinen Social-Media-Kanälen und in der Cloud gespeicherten Dokumenten passieren soll, man kann festlegen, dass nach dem Tod Nachrichten an bestimmte Menschen verschickt werden, sein Testament hinterlegen und Erinnerungen zusammenstellen, um den Hinterbliebenen die Trauer zu erleichtern. Der Service ist laut Website verschlüsselt und sicher.

TELLMEBYE ENGLISH from Tellmebye on Vimeo.

6. Wort-Visualisierungen mit Tagul.com

Viele kennen Wordle.net für einfache Visualisierungen in Wortform. Tagul.com macht etwas ähnliches, allerdings lassen sich die Wörter hier in eine Form bzw. Figur pressen, was echte Hingucker hervorbringen kann. Nachteil: Im Gegensatz zu Wordle muss man sich bei Tagul registrieren.

7. Bildkopien finden mit der Google-Bildersuche

Jan Theofel hat in seinem Blog beschrieben, wie man mit der Google-Bildersuche Bildkopien ausfindig macht. Da ist natürlich vor allem dann interessant, wenn man nachverfolgen möchte, ob die eigenen Bilder unerlaubter Weise “fremdgenutzt” werden. Möglicherweise kann diese Anleitung aber auch ein Schritt zur Verifizierung von Originalbildern sein. Besser dürfte für letzteren Zweck aber TinEye geeignet sein, das quasi rückwärts nach Bildern und deren Herkunft und Verbreitung sucht.

8. Texte prüfen mit dem Language Tool

Für Texter interessant ist das Language Tool, mit dem sich Texte auf Stil, Grammatik und Rechtschreibung prüfen lassen. Language Tool ist ein Open-Source-Projekt und in über 20 Sprachen nutzbar. Mehr Infos dazu auf der Website. Übrigens: Auch das “Blablameter” prüft Texte – auf Bullshit. Der “Bullshit-Index” dieses Blogposts liegt bei 0.2: “Ihr Text zeigt erste Hinweise auf ‘Bullshit’-Deutsch, liegt aber noch akzeptablem Niveau.” Vielleicht dichte ich Teil 7 der Serie?

9. Infografiken erstellen mit Piktochart

Tools-6-Piktochart

 

 

 

 

 

Piktochart habe ich kürzlich getestet. Es ist eines von vielen Tools für Infografiken. Die Bedienung ist selbsterklärend und praktisch, die Auswahl der Icons aber relativ begrenzt. Dennoch reicht sie für nicht allzu abseitige Themen aus. Ich habe mit Piktochart eine zugegebenermaßen recht textlastige Infografik über den Wasser-Nase-Reflex erstellt (unten im Beitrag). Auch bei den Ruhr Nachrichten ist Piktochart anschaulich zum Einsatz gekommen: Das Thema Wohnungseinbrüche ist so viel spannender zu “lesen” als in einem platten Fließtext. Piktochart-Pluspunkt: Die Grafiken lassen sich in Postergröße ausdrucken und sind somit auch für analoge Präsentationen geeignet.

Noch viel mehr nützliche Tools und Tipps findet ihr in den anderen Teilen der Serie sowie in meinen ausführlichen Beiträgen zu einzelnen Tools.

Helft mir bei der Sammlung!

Wer nützliche Tools kennt, die ich unbedingt auflisten sollte: Ich bin dankbar für Hinweise, in den Kommentaren, bei Twitter Google Plus oder Facebook! Außerdem freue ich mich über Feedback, falls ihr gelistete Tools selbst nutzt, genutzt oder gegen andere ausgetauscht habt.
Evernote

Die folgenden Zahlen klingen fast wie das Geständnis eines Junkies: In meinem Evernote-Konto befinden sich rund 70 Notizbücher und knapp 2.000 Notizen – allein 250 davon beziehen sich auf Online-Tools, die ich noch in meiner Serie mit Tools für Journalisten und Blogger vorstellen möchte. Ich bin ein Evernote-Junkie.

Evernote

Sebastian Brinkmann hat in seinem Blog Journalisten-Tools.de nicht nur erklärt, was Evernote ist, sondern ruft auch zur Blogparade auf: “Wie Journalisten Evernote benutzen“. Da ich schon lange zu diesem Thema bloggen wollte (und die Ideen dazu in einer Evernote-Notiz gespeichert habe), kommt die Blogparade wie gerufen.

Die meiner Meinung nach größte Stärke von Evernote: Es ist ein sehr vielfältig nutzbares Tool. Es wird kaum jemanden geben, und damit auch kaum einen Journalisten oder Blogger, der Evernote nicht sinnvoll für sich nutzen kann!

Überblick: Vorteile & Nachteile von Evernote

Diese Features mag ich an Evernote besonders:

  • PDF-Dokumente kann man direkt in Evernote lesen und durchblättern – sehr praktisch!
  • Evernote speichert multimediale Inhalte: Audios, Bilder, Videos, E-Mails, URLs lassen sich direkt speichern und mit einem Klick öffnen
  • Man kann Notizen freigeben, auch an nicht bei Evernote registrierte Nutzer
  • Man kann Favoriten anlegen, um schneller auf die meistgenutzten Notizbücher zuzugreifen
  • Die Suchfunktion ist gut, die Texterkennung funktioniert auch bei Bildern oder PDFs
  • Man kann die Notizen nach eigenen Vorlieben sortieren (z.B. so dass immer die zuletzt genutzten oben stehen)
  • Der Web-Clipper für Chrome ist super-nützlich
  • Notizen lassen sich mit Erinnerungen versehen
  • Mit Skitch kann man Screenshots wunderbar markieren oder kommentieren und weiterschicken
  • Evernote lässt sich mit IFTTT verknüpfen

Wo Evernote noch Schwächen hat:

  • Die Formatierung ist nur sehr eingeschränkt möglich, Text-Notizen dadurch selten optisch ansprechend
  • Prioritäten lassen sich nur bedingt einstellen und erkennen, Evernote ist als To-Do Werkzeug nur über Tricks und Umwege geeignet
  • Die Zusammenarbeit im Team ist über Evernote nur bedingt möglich (findet auch Sebastian Brinkmann)
  • Die Synchronisation dauert recht lange, manchmal holpert sie

Für diese 7 Zwecke nutze ich Evernote im Beruf

1. Evernote ist meine Themenkladde und mein Ideenspeicher

Für sämtliche Projekte und Blogs lege ich Evernote-Notizbücher an. Darin sammle ich zum Beispiel fortlaufend Ideen, Links und potentielle Themen, Interviewfragen und Quellen für kommende Beiträge. Hilfreich finde ich vor allem den Ende 2013 rundum erneuerten Web-Clipper für Chrome. Damit kann ich einzelne Artikel, ganze Seiten oder Ausschnitte von Webseiten als Notizen speichern, markieren und kommentieren – egal, ob vom Smartphone oder Laptop aus. Und das tue ich ständig.

2. Evernote ist mein Gedächtnis für Gesprächsnotizen

Ich speichere wichtige Gesprächsverläufe in Evernote, mit Datum, Angabe des Gesprächspartners und den wichtigsten Stichpunkten. So weiß ich jederzeit und an jedem Ort, wie sich ein Projekt entwickelt hat und welche Absprachen wann und mit wem getroffen worden sind. Und so habe ich mich schon an so manches Detail erinnert, das sonst vielleicht verloren gegangen wäre.

3. Evernote ist mein Archiv für fachliche Tipps und Links

Ich habe verschiedene Notizbücher mit fachlichen Tipps: zu Online- und Social-Media-Recht, Datenjournalismus und Coding, mit den aktuellen Formatgrößen in Social Media, zum Thema Geld verdienen im Netz, mit SEO-Tipps und vielen Infos zur Freiberuflichkeit. Fragen danach, wo ich noch gleich diesen super spannenden Artikel zu XY gelesen habe oder wie das gleich war mit der Impressumspflicht oder anderen Rechtsfragen haben sich seitdem weitgehend erledigt.

4. Evernote hilft mir, Social-Media-Kanäle zu füttern

Ich betreue mehrere Facebook-Seiten mit teilweise sehr unterschiedlichen Themen. Gar nicht so einfach, immer Stoff zum Posten zu haben. Immer, wenn ich im jeweiligen Themengebiet über ein eher zeitloses Thema stolpere, speichere ich es in Evernote. So manches “Themen-Loch” habe ich damit schon gestopft.

5. Evernote hilft mir bei der Projektentwicklung und Konzeption

Gerade zu Beginn eines neuen Projektes wird eine Menge Material gesammelt: Links zu Mitbewerbern und Ideen, Logo-Entwürfe, Gesprächsnotizen, Brainstormings und alle Stufen der Konzeptentwicklung und des Projektmanagements samt Feedback. Heute ist solches Material häufig digital verfügbar. Da sich mit Evernote alle möglichen Formate speichern lassen, kann man in einem projektbezogenen Notizbuch mit untergeordneten Notizbüchern wunderbar alles übersichtlich und von überall abrufbar sammeln.

6. Evernote hilft mir bei der Reiseplanung

Auch eine Reise kann ein kleinteiliges Projekt sein. Ich habe diverse Reise-Notizbücher: von der Planung einzelner Reisen bis hin zu kurz- und langfristigen Reisewünschen und praktischen Tipps zum Beispiel zu Mobilfunk und Internet im Ausland.

7. Evernote hilft mir bei der Archivierung und Dokumentation

Ob einzelne Artikel, statistische Meilensteine, Highlights bei der Interaktion in Social Media oder Verweislinks von externen Seiten auf eigene: Ich nutze Evernote auch zur Archivierung und Dokumentation. Besonders praktisch ist hier die Verknüpfung mit IFTTT, denn so lassen sich zum Beispiel neue Artikel in einem Blog automatisch als Notiz in Evernote speichern.

Wie schon geschrieben ist Evernote ein sehr vielfältig nutzbares Tool. Ich bin daher sehr gespannt auf weitere Beiträge in der Blogparade von Sebastian Brinkmann, die noch bis zum 11. Mai 2014 läuft.

Lesetipps: Im Evernote-Blog gibt es regelmäßig Tipps, wie man Evernote im Berufsalltag nutzen kann und im Blog Evernote für Pfiffige finde ich auch immer wieder praktische Tipps und neue Einsatzmöglichkeiten.

★ Wer gar nicht genug Tool-Tipps kriegen kann, kann hier im Blog weiterstöbern – in meiner bislang fünfteiligen Tool-Serie sowie in meinen ausführlichen Beiträgen zu einzelnen Tools.

Welche nützlichen Tools kennt ihr noch?

Wer nützliche Tools kennt, die ich unbedingt auflisten sollte: Ich bin dankbar für Hinweise, in den Kommentaren, bei Twitter Google Plus oder Facebook! Außerdem freue ich mich natürlich über Feedback!